»Ökologischer Projektgarten«
Eine Außenstelle der C.U.B.A. gGmbH
Seit dem 1. November 2021 betreibt die C.U.B.A. gGmbH einen »Ökologischen Projektgarten« in der Wittestraße 54 in Berlin-Reinickendorf. Der Garten liegt in einer Kleingartenanlage − die Fläche des Gartens beträgt zirka 600 Quadratmeter. Plus/minus 360 Quadratmeter sind gärtnerisch voll und etwa 75 Quadratmeter bedingt nutzbar. Die nicht gärtnerisch nutzbare Fäche (Gartenhaus mit Terrasse, Stellfläche und Geräteschuppen sowie ein Sandkasten) beträgt um die 150 Quadratmeter.

Beetanlage im »Ökologischen Projektgarten« in der Wittestraße 54 in Reinickendorf. (Abbildung: C.U.B.A. gGmbH)
Die C.U.B.A. gGmbH ist ein akkreditierter Träger von Maßnahmen für sozial benachteiligte Menschen mit den unterschiedlichsten Biografien, die von Langzeitarbeitslosigkeit, Schwerbehinderung, der alleinigen Verantwortung für die Erziehung des Nachwuchses, Flucht u. a. geprägt sind. Der Träger engagiert sich verstärkt in Qualifizierungsmaßnahmen im ökologischen Garten- und Landschaftsbau, um den teilnehmenden Personen (kurz: TN) einen Zugang zu diesem Themenbereich zu eröffnen.
Die Zielgruppe dieser Qualifizierungsmaßnahmen sind:
- Personen in öffentlich geförderter Beschäftigung nach den Paragrafen 16d, 16e oder 16i
des »Zweiten Buch Sozialgesetzbuch« (kurz: SGB II) sowie gegebenenfalls aus einer anderen
bundes- oder landesfinanzierten Beschäftigungsmaßnahme, - Langzeitarbeitslose im SGB II-Leistungsbezug (»Bürgergeldbezieher«),
- Geflüchtete im Leistungsbezug nach dem Asylbewerber Leistungsgesetz (kurz: AsylbLG)
oder SGB II sowie - Coachees des »Berliner Jobcoachings« (kurz: BJC).

Mit Teichfolie gebauter Gartenteich. Im Vordergrund ist der Abfluss für Starkregenereignisse zu erkennen. (Abbildung: C.U.B.A. gGmbH)
Die GaLaBau-Kurse befassen sich mit den folgenden Themen:
- Ökologischer Gartenbau;
- Wege- und Trockenmauerbau, Vermessung;
- Biodiversität und nachhaltige Bewirtschaftung;
- Wassermanagement sowie
- Neophyten und Giftpflanzen.
Der »Ökologische Projektgarten« in der Wittestraße 54 ist ein optimaler Standort für die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen zu dem o. g. Thema. Die Maßnahmen richten sich vorwiegend an arbeitsmarktferne Personen mit Bedarf an niedrigschwelliger Qualifizierung. Bei den Defiziten der TN handelt es sich vornehmlich um einen fehlenden Schulabschluss, eine fehlende Berufsausbildung sowie mangelde soziale Teilhabe und andere Defizite. Im Anschluss an die Maßnahmen besteht für die TN gegebenenfalls die Möglichkeit eine beruflichliche Basis zu finden um sich nach und nach an einer nachhaltigen ökologischen Umgestaltung des urbanen Berliner Raums beteiligen zu können.
Das Endziel der Qualifizierung ist eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Im Vordergrund befindet sich ein neu gepflanzter Apfelbaum. Rechts daneben ist ein Teil des Gartenhauses zu sehen.
(Abbildung: C.U.B.A. gGmbH)
Das frühere Programm »Qualifizierung für Beschäftigung« (kurz: QfB) und das umgestaltete neue Programm »Qualifizierung Plus« (kurz: Q+) wird durch die »Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung« gefördert.


